• Darum ist ein Erneuerungsfonds wichtig!

Darum ist ein Erneuerungsfonds wichtig!

16.09.2019

Rund 60 Interessierte sind der Einladung zur öffentlichen HEV-Infoveranstaltung zum Thema «Werterhalt von Liegenschaften im Stockwerkeigentum» in den Kronenmattsaal in Binningen gefolgt.

In Zentrum stand die Thematik, wie mit einem Werterhaltungsplan mehr Sicherheit für die Stockwerkeigentümergemeinschaft und folglich für die einzelnen Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer erreicht werden kann. Rolf Truninger, Fachexperte und Geschäftsführer der QualiCasa AG, referierte zum QualiCasa-Werterhaltungsplan. Dadurch konnten an diesem Abend viele Fragen beantwortet werden, wie zum Beispiel:  Wie hoch soll die jährliche Zahlung in den Erneuerungsfonds sein? Sind 0.25% oder 0.50% des Gebäudeversicherungswertes (GVW) ausreichend oder braucht es eher 1.20% des GVW, um später genug angespartes Kapital für Sanierungen der gemeinschaftlichen Bauteile im Topf zu haben? Wie lange ist die Lebensdauer von gemeinschaftlichen Bauteilen? Was ist zu tun, wenn ein Stockwerkeigentümer seinen Zahlungen in den Erneuerungsfonds nicht nachkommt? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen Aufschluss darüber, wie Transparenz bei anstehenden Sanierungsmassnahmen, Kostenklarheit, Werterhaltung der Liegenschaft und finanzielle Sicherheit für die Stockwerkeigentümergemeinschaft gesichert werden können. Rolf Truninger zeigt zudem auf, wie die Sanierungen und das Ansparen durch einen Erneuerungsfonds sinnvoll geplant werden können – im Sinne und Interesse jedes einzelnen Stockwerkeigentümers. Ein rundum spannendes Thema mit ebenso interessanten Lösungsansätzen der Firma QualiCasa AG. Als Kooperationspartner des HEV Schweiz ist die QualiCasa AG unabhängig tätig und erbringt mit ihrer Analyse und dem daraus resultierenden Schlussbericht ein wertvolles Arbeits- und Planungsinstrument für die Stockwerkeigentümergemeinschaften und deren Verwaltungen (Mehr erfahren).

Nach dem offiziellen Teil informierte Christoph Buser, Präsident des HEV Baselland, über aktuelle Herausforderungen an die Adresse der Baselbieter Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer. Auf Bundesebene wird diskutiert, dass nicht-einheimische Pflanzen (Neophyten) bekämpft werden sollen – wobei die Hauseigentümer die Kosten tragen müssten. Als weiteres Beispiel verwies der Präsident auf die zuständige Ständeratskommission, welche die Hauptlast zur CO2-Reduktion dem Gebäudepark übertragen wolle. Ungeachtet der bisher erreichten Einsparungen sollen weitere, drastische Senkungen des CO2-Ausstosses bei Gebäuden vorgeschrieben werden. «Und natürlich bezahlen wir Hauseigentümer dafür», so Buser. Damit wird einmal mehr klar, dass eine wirksame Interessensvertretung der Haus- und Wohnungseigentümer immer wichtiger wird. Nur dank einem gut organisierten Verband bleiben die Anliegen der Baselbieter Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sichtbar. Wenn Sie jetzt noch nicht Mitglied sind und auch einen kleinen Betrag dazu leisten wollen, dass das Wohneigentum weiterhin eine attraktive Wohnform bleibt, melden Sie sich an unter www.hev-bbo.ch 

Beim anschliessenden Steh-Lunch wurde angeregt weiter diskutiert. Der HEV Binningen-Bottmingen-Oberwil bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihren Besuch und den aktiven Austausch