Der Wohnstandort Basel-Landschaft bleibt attraktiv, und der Umsatz hat zugelegt. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Fast das gesamte Marktvolumen entfällt auf bestehende Wohn- und Gewerbeliegenschaften. Es wird vor allem gehandelt – gebaut wird zu wenig. Genau darin liegt das Problem.
Unser Kanton braucht nicht nur einen funktionierenden Immobilienmarkt. Er braucht neue Wohnungen, neue Gewerbeflächen und Raum für Entwicklung. Dafür genügt es nicht, bestehendes Eigentum zu kaufen und zu verkaufen. Es muss auch möglich sein, Neues zu schaffen.
Das wird jedoch immer schwieriger. Bewilligungsverfahren dauern länger, Einsprachen nehmen zu und die regulatorischen Anforderungen wachsen stetig. Das verzögert Investitionen, verteuert Projekte und verhindert, dass dringend benötigter Wohn- und Gewerberaum entsteht. Leidtragende sind am Ende nicht nur Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, sondern auch Familien, Unternehmen und Gemeinden.
Wer mehr Wohnraum will, muss deshalb die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und Verfahren, die Investitionen ermöglichen, statt ausbremsen. Denn gebaut wird dort, wo Entwicklung möglich ist – nicht dort, wo die Hürden am höchsten sind.
Die Abstimmung am 27. September über die Mehrwertabgabe ist daher von grosser Bedeutung. Wer mehr Wohnraum schaffen will, darf das Bauen nicht mit zusätzlichen Abgaben verteuern. Deshalb setzt sich der HEV Baselland mit der Initiative «Fairer Kompromiss bei der Mehrwertabgabe » für faire und verlässliche Rahmenbedingungen ein.
Die Zahlen des vergangenen Jahres dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wirtschafts- und Wohnstandort Basel-Landschaft vor Herausforderungen steht. Attraktiv bleibt unser Kanton nicht wegen guter Statistiken. Attraktiv bleibt er, wenn Entwicklung nicht verhindert, sondern ermöglicht wird. Nur so können auch künftig Wohnraum geschaffen, Arbeitsplätze gesichert und der Kanton weiterentwickelt werden.

